Ca. 120 Zuschauer sahen in der bis auf den letzten Platz besetzten Pfeiferhalle in Niklashausen spannende Duelle zwischen den besten Spielern der Liga. Im Badenliga-Spitzenspiel musste der SV Niklashausen nach vehementer Gegenwehr am Wochenende die erste Niederlage der Saison gegen den TTSF Hohberg hinnehmen.

Im ersten Doppel des Abends zwischen Malcherek/Bereziuk und Neumaier/Schaufler ging es zunächst für die Hausherren gut los und man fuhr mit einem ungefährdeten 3:0 den ersten Punkt des Abends ein. Parallel dazu mussten Szlubowski/Härle gegen Zeimys/Bußhardt ran. Trotz enger Sätze erwies sich das gegnerische Spitzendoppel als nicht zu knackende harte Nuss so dass Hohberg wieder auf 1:1 ausglich. Im dritten Doppel standen sich Fiederling/Degen sowie Becker/Degen J. gegenüber. Wie schon sooft in dieser Saison gelang es der heimischen Paarung, den Gegnern den Schneid abzukaufen und so führte man nach den Doppeln hauchdünn mit 2:1.

Die Einzelrunde eröffnete Malcherek gegen Neumaier. Gegen den Nordschwarzwälder hatte er alle Hände voll zu tun, ehe er den dritten Zähler für Niklashausen einstreichen konnte.
Auch Bereziuk lieferte sich mit Zeimys einen harten Kampf um die Punkte, die der Gast aber am Ende für sich entscheiden konnte und sein Team so wieder auf 3:2 heranbrachte. Wenig gelang an diesem Abend Szlubowski gegen den erst 15-jährigen Schaufler, als er das Talent des jungen Hohbergers neidlos anerkennen und mit 0:3 die Segel streichen musste. So war die Partie wieder ausgeglichen. Im folgenden Match von Fiederling gegen Bußhardt ging es hoch her. Das Taubertäler Nachwuchstalent verlangte seinem wesentlich stärker gerankten Gegner alles ab und kämpfte sich im vierten Satz nochmals heran so dass die Entscheidung im fünften Satz hermusste. Hier hatte Bußhardt das nötige Quäntchen Glück und gewann diesen hauchdünn mit 12:10. So ging Hohberg das erste Mal mit 4:3 in Führung. Härle fehlte im Anschluss gegen Degen die nötigen Mittel, um diesem einen Sieg abzuringen, so dass die Gäste mit 5:3 davonzogen.  Jetzt war Degens Namensvetter auf Niklashäuser Seite gegen Becker dran. Zunächst schien alles nach einem hohen Sieg, als der erste Satz gar mit 11:0 an Degen ging. Danach stellte sich Becker aber besser auf dessen Spiel ein, und schaffte es, die folgenden beiden Sätze zu gewinnen, ehe Degen zum 2:2 ausglich. Also ging es auch hier in die Verlängerung, in der die Nordschwarzwälder wieder Fortuna auf ihrer Seite hatten und knapp mit 12:10 den nächsten Zähler verbuchen konnten. Nach den beiden knappen Einzeln von Fiederling und Degen hätte es auch gut und gerne 5:4 für Niklashausen stehen können, aber so musste man sich mit dem 3:6 Zwischenstand begnügen.

Zu Beginn der zweiten Einzelrunde stand nun das Duell der Besten an. Malcherek und Zeimys, beide noch ungeschlagen, lieferten sich einen packenden Zweikampf. Die Zuschauer erlebten ein spannendes Match mit fulminanten Ballwechseln. Im fünften Satz hatte Malcherek das bessere Händchen und schaffte es knapp mit 12:10, seinen Gegner in die Knie zu zwingen und bewies eindrucksvoll, dass der bis dato beste Spieler der Liga aus Niklashausen kommt.
Auch in seinem zweiten Einzel hatte Bereziuk gegen Neumaier kein Glück, und musste das 4:7 für die Gäste zulassen, ehe Szlubowski auch gegen Bußhardt scheiterte und Hohberg auf 4:8 erhöhte. Fiederling hatte wohl in der Verlängerung gegen Bußhardt zuvor sein Pulver weitestgehend verschossen, so dass Schaufler gegen Fiederling die 4:9 Niederlage des SV Niklashausen besiegelte.

„Mit der Leistung des eigenen Nachwuchses‘ bin ich am heutigen Abend dennoch zufrieden“, resümierte Teammanager Kohl nach dem Spiel. „Nach der ersten Einzelrunde hätten wir sogar führen können, so knapp waren die Spiele. Natürlich geht der Sieg für Hohberg auch in dieser Höhe in Ordnung. Wir erholen uns nun in einer kurzen Pause, ehe wir am 1. Dezember in Ketsch ranmüssen, die keinesfalls zu unterschätzen sind. Dann sehen wir weiter.“